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Hipster Style

« Wenn alternative Mode cool wird »

Dieser Stil ist eigentlich gar keine richtige Modeströmung. Viel mehr drückt sich durch den Hipster Style eine Lebenseinstellung aus, die sich nicht in ein bestimmtes Schema pressen lässt. Häufig wird der Begriff leider sogar etwas spöttisch für Menschen verwendet, die sich individuell und unabhängig vom Mainstream kleiden. Sie lehnen jeglichen modischen Hype ab und verknüpfen verschiedene Kleidung im Stil früherer Jahrzehnte bis hin zu aktuellen Trends mutig und fantasievoll miteinander. In diesem Artikel möchten wir diesen bequemen und eigenwilligen Stil ein wenig näher betrachten, auf dessen Geschichte eingehen und Ihnen interessante Stylingvorschläge unterbreiten.

Mode, beeinflusst von Randkulturen

Denken Sie, Hipster gäbe es erst seit einigen Jahren, so irren Sie. Subkulturartige, gesellschaftliche Gruppierungen, die sich unter anderem durch ihre unkonventionelle Kleidung von der Masse abheben, gibt es schon lange. Bereits in den 1770er Jahren schockten die sogenannten Macaroni die eher steifen Briten mit ihrem extravaganten Kleidungsstil und einem ungezügelten und für diese Zeit unzüchtig freien Lebenswandel. Nicht nur durch ihren Style, auch durch ihre ungewöhnlich aufgetürmten Haargebilde, die denen von Marge Simpson ähnelten, fielen diese modischen Paradiesvögel auf. Im 20. Jahrhundert bezeichnete man im amerikanischen Sprachraum die Mitglieder einer Randkultur größtenteils farbiger Intellektueller als Hipster. Auch hier gibt es eine unverkennbare Parallele zu heute: Mit dem Versuch, in der vergangenen Mode zu verweilen oder ihr einen großen Schritt voraus zu sein, wollten sich die überwiegend jungen Anhänger der Szene von der, in ihren Augen ermüdenden, Kultur der damaligen Zeit lösen.

Kustom Kit Arundel V-Neck Sweater Westford Mill Cotton Gymsac

Nonkonformismus als Modeströmung

Ende der 90er Jahre wurde der Hipster Style im Zuge der Vintage-Bewegung zu einem Massenphänomen. Durch die gekonnte Inszenierung des Retro-Schicks und die klare Ablehnung des zeitweisen Markenwahns wird die Individualität nicht nur in Sachen Kleidung ins Augenmerk gerückt. Im Streben nach Eigenpersönlichkeit und dem Ausleben der freien Meinung werden anderen Subkulturen zugeschriebene Stile und deren Kleidung sehr kreativ miteinander kombiniert. Typisch ist auch, dass die Anhänger dieser Bewegung sich nicht über einen gesellschaftlichen Status, die Herkunft, den Musikgeschmack oder die politische Gesinnung klassifizieren lassen. Ein echter Fan hört also garantiert keine Musik, die gerade in den Charts ist, sondern bevorzugt Klassik oder Indie-Bands. Der angesagte Szene-Club wird gemieden, in einem kleinen Café oder vegetarischen Restaurant fühlen sich die Anhänger einfach wohler. Man könnte es fast als Ironie sehen, dass ausgerechnet der auf Nonkonformismus setzende Hipster Style längst auf den Straßen und bei der breiten Masse angekommen ist. Schuld daran ist sicher auch, dass dieses Styling unglaublich cool ist und wahnsinnig viel Spaß macht. Mal ganz ehrlich: Wer möchte modisch schon so aussehen wie alle anderen?

Bob Marley Lion Face Tee Ramones Circle Raglan Tee Ladies Jimmy Hendrix Suit Tee

Coole Hipster Mode für Damen

Sehr unkompliziert und so, als wäre die Trägerin aufgestanden und in die Lieblingsklamotten geschlüpft, sieht dieser Style für Damen aus. Irgendwo zwischen Geek-Chic und dem Anti-Mode Trend Normcore angesiedelt, wirkt die Zusammenstellung herrlich ungewollt, sehr lässig und ein wenig androgyn. Basis eines typischen Stylings für Damen könnte ein kariertes Holzfällerhemd aus Flanell sein, dem man gerne ansehen darf, dass es ein absolutes Lieblingsstück ist. Diese Kleidung passt super zur Skinny Jeans, die durch Löcher und Patches einen richtig coolen Look bekommt. Ebenfalls sehr beliebt sind die in den 80ern viel getragenen Mom-Jeans, zu denen Relikte der 90er wie das Cropped-Shirt kombiniert werden. Auch T-Shirts mit Aufdrucken von Bands sind sehr gefragt. Aus den 60er, 70er und 80er Jahren leben Legenden wie beispielsweise AC/DC, Bob Marley oder John Lennon hoch. Wird es kühl, darf es ein lässiger Oversized-Cardigan oder Poncho aus Wolle sein, dessen Knöpfe perfekt zur Hornbrille passen. Die schicke Clutch oder klassische Handtasche ersetzt ein unkonventioneller Jute- oder Turnbeutel, ohne den beim Hipster Stil eigentlich gar nichts geht. Weder Dutt noch Undone Mähne wollen heute sitzen? Egal, eine lässige Beanie passt sowieso viel besser zu diesem Styling.

Checked Flanell Shirt  Ladies Knitted Poncho

Outfitideen für Herren

Klare Definitionen gibt es auch bei der Hipster Mode für Herren nicht; männlich kernig ist alles erlaubt, was dem Träger gefällt. Einzig auf den markanten und sehr gepflegten Vollbart verzichten Männer fast nie. Schmale Röhrenjeans und andere Kleidung im Used Look sind auch bei ihnen ausgesprochen beliebt. Die Oberteile zieren meistens Label einer Kultband wie beispielsweise The Doors oder Pink Floyd, sehr gefragt sind auch aufgedruckte Statements wie „Easy Livin“. Flanellhemden mit Karomuster sind garantiert ebenfalls im Kleiderschrank zu finden, denn diese passen perfekt als Jackenersatz über das Shirt und sehen im Layering Stil einfach unglaublich lässig aus. Derbe Arbeits-Boots im Roadie-Style oder Canvas-Turnschuhe passen prima zu diesem Outfit und machen alles mit. Eine übergroße Nerd Brille, Uhren im Retro Design, Schals oder Tücher sowie Beanies, die nicht nur im Winter getragen werden, runden den Style ab.

Mode für Außergewöhnliche – Mode für alle Damen und Herren

Selbstbewusst heben sich Hipster durch Ihre Kleidung von der breiten Masse ab. Viel mehr als eine modische Strömung handelt es sich bei diesem Stil um eine Lebensphilosophie, die vom Nonkonformismus und einer charmant eigensinnigen Note abseits des Mainstream getragen wird. Der Style ist vor allen Dingen eines: Individuell und unabhängig von allen angesagten Hypes. Kleidungsstücke wie Karohemd, Skinny Jeans und Beanie werden auf sehr unkonventionelle Weise miteinander kombiniert und es gilt das Motto: Erlaubt ist was gefällt, bequem ist und die Individualität des Trägers betont.